Unternehmenskauf / -verkauf

Der Unternehmenskauf und –verkauf ist eine hochkomplexe Aufgabe. Dabei werden unzählige steuerliche, rechtliche und finanzielle Fragen aufgeworfen. Sie können auf unser erfahrenes Netzwerk von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern bauen, die interdisziplinär zusammenarbeiten und eine ganzheitliche Beratung sicherstellen. Diskretion und Integrität ist für uns selbstverständlich!

Statt der deutschen Begriffe Unternehmenskauf und –verkauf wird auch der Begriff „Mergers & Acquisitions“ (kurz M&A) verwendet, was übersetzt „Fusionen und Übernahmen“ bedeutet. Mergers & Acquisitions ist der Oberbegriff für den Kauf oder Verkauf von Unternehmensbeteiligungen, für Unternehmensfusionen und Unternehmenskooperationen und schließt auch Management-buy-out, Management-buy-in, Venture Capital und Privat Equity ein.

Die konkreten Motive für einen Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf sind so verschieden wie die Menschen. Häufige Gründe für einen Unternehmensverkauf sind der fehlende Unternehmensnachfolger in der eigenen Familie, Ehescheidung des Firmeninhabers, schwere Erkrankung oder Tod des Firmeninhabers, Streitigkeiten unter den Gesellschaftern, die sich verändernden Marktbedingungen, die sich verschlechternde Wirtschaftslage, Liquiditätsengpässe, drohende Insolvenz, …

Der Unternehmenskauf ist meist durch strategische, finanzielle oder persönliche Interessen geprägt.

An den Unternehmenskauf werden oft Erwartungen wie einen besseren Zugang zu Absatz- und Beschaffungsmärkten, die Ausschaltung unliebsamer Konkurrenz, die Stärkung der eigenen Marktposition, die Teilhabe an neuen Technologien und Methoden oder der Zugang zu neuen Geschäftsfeldern geknüpft. Ein Unternehmenskauf kann auch von finanziellen Erwägungen geleitet sein wie das Heben stiller Reserven, die Verbesserung der Bilanz und des Ratings.


Unternehmenskauf

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ – diese Binsenweisheit gilt auch – und vor allem - beim Unternehmenskauf. In den Kaufverhandlungen entsteht häufig eine persönliche Beziehung zwischen den Parteien, die das objektive Bild des Objektes verwässern.

Wird das zum Verkauf stehende Unternehmen tatsächlich die erhofften Vorteile einbringen? Um das Kaufrisiko möglichst gering zu halten, bedarf es eingehender Analysen der wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Inhalte (legal, tax, financial, technical Due Diligence). Ziehen Sie kompetente Berater hinzu, die Ihnen helfen, sowohl Probleme und Gefahren zu erkennen als auch Nutzen- und Kostenvorteile zu identifizieren. Unser Netzwerk stellt auch versierte Gutachter und Ingenieurbüros zur Verfügung, um Maschinen, Geschäftsausstattungen, Produktionsanlagen, Fuhrparks (Pkw und Lkw) und Gebäude eingehend auf Herz und Nieren prüfen. Die Ausarbeitung des Vertrages zum Unternehmenskauf, die Vereinbarung der konkreten Inhalte und die Klärung der Haftungsfragen bauen auf eine akribische Vorbereitung auf und erfordern viel Verhandlungsgeschick und Sozialkompetenz.

Share-Deal und Asset-Deal sind unterschiedliche Wege, den Unternehmenskauf abzuwickeln. Welche Variante des Unternehmenskaufs den Vorzug erhält, hängt von individuellen steuerlichen, haftungsrechtlichen und unternehmerischen Faktoren ab. Sonderregelungen und Erleichterungen des Unternehmenskaufs aus einem Insolvenzverfahren können sehr lukrativ sein und den Fortbestand des übernommenen Objektes nachhaltig erleichtern und sichern.

Beim Share-Deal erwirbt man Anteile an dem Unternehmen als Ganzes.

Beim Asset-Deal werden einzelne Vermögensteile und Wirtschaftsgüter oder Teilbetriebe verkauft.

Management Buy Out (MBO)und Management Buy In (MBI) sind Sonderformen des Unternehmenskaufs. Management Buy Out (MBO) heißt, das Unternehmen wird durch das eigene Management übernommen. Bei Management Buy In (MBI) kauft ein externes Management das Unternehmen und übernimmt die Unternehmensleitung.


Unternehmensverkauf

Viele Unternehmer denken erst dann über einen Unternehmensverkauf nach, wenn sie in Schwierigkeiten stecken. Ein höherer Verkaufserlös für das Unternehmen lässt sich in wirtschaftlich guten Zeiten erzielen, vor allem wenn das Unternehmen finanziell robust ist und wirtschaftlich stark aufgestellt ist. Zeitdruck ist immer ein schlechter Ratgeber. Sie schwächen Ihre Verhandlungsposition, weil Sie sich und das Unternehmen ungenügend auf den anstehenden Unternehmensverkauf vorbereiten können, was sich meist in einem niedrigeren Verkaufserlös niederschlägt, der unter anderen Voraussetzungen möglich gewesen wäre.

Die Kenntnis der Interessen des Käufers ist für die Vertragsverhandlungen und für die Einigung über den Verkaufspreis vorteilhaft. Ein Finanzinvestor (z. Bsp. Private Equity) verfolgt naturgemäß primär finanzielle Interessen. Er ist oft an keinem langfristigen Engagement interessiert. Der Finanzinvestor wird die lukrative Weiterveräußerung des gesamten Unternehmens oder einzelner Unternehmensteile mittelfristig vorbereiten und durchführen.

Andere Investoren wollen mit der Unternehmensübernahme oft die eigene Wettbewerbssituation stärken, Synergieeffekte erzielen, den Einstieg für neue Zielgruppen und Märkte erreichen, Know-how erwerben, gut ausgebildete Fachkräfte bekommen.

Es ist stets vorteilhaft, sich in die Lage des Käufers zu versetzen und ihm die individuell die Vorteile des Kaufs aus der Sicht des Käufers darzustellen.

Der Prozess zum Unternehmensverkauf kann in 5 Phasen gegliedert werden.

  1. Phase: Vorbereitung
    Es werden die Erwartungen an einem Unternehmensverkauf, die Vorstellung zum Verkaufspreis besprochen. Welche Interessentengruppen kommen in Frage? Welche Besonderheiten gilt es zu beachten?
    Die Machbarkeitsanalyse zeigt, ob der Unternehmenskauf entsprechend Ihren Zielen realisiert werden kann. Welche Verkaufsstrategie soll verfolgt werden: Exklusiv- oder Bieterverfahren?
     
  2. Phase: Analyse
    Es werden alle notwendigen Daten zusammengetragen. Eine Unternehmensbewertung gibt realistische Anhaltspunkte für den möglichen Verkaufspreis. Das Unternehmensexposé bildet alle Unternehmensbereiche und das Marktumfeld ab, enthält Planungsrechnungen und die Gewinnprognose für die nächsten Jahre. Es dient als Verkaufsprospekt.
     
  3. Phase: Ansprache
    Kaufinteressenten werden angesprochen und mit dem Unternehmensexposé informiert.
    Es wird eine Vorauswahl der Kaufinteressenten auf Basis der Kaufangebote vorgenommen.
     
  4. Phase: Due Diligence
    Die bevorzugten Kaufinteressenten erhalten im Rahmen der Due Diligence umfassende Kenntnisse zum Unternehmen, vor allem zu den steuerlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnissen. Die Kaufinteressenten geben auf Basis der Due Diligence bestätigte Kaufangebote ab.
     
  5. Phase: Verhandlungen
    Ein Kaufinteressent wird ausgewählt und zu konkreten Vertragsverhandlungen eingeladen. Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags und dessen notariellen Beurkundung ist der Unternehmenskauf weitgehend abgeschlossen.

Unsere Leistung beim Unternehmenskauf und -verkauf

  • Vorprüfungen und Machbarkeitsanalysen
  • Vorbereitung und Steuerung der Kauf- und Verkaufsprozesse
  • Due Diligence (Legal Due Diligence, Tax Due Diligence, …)
  • Management Buy-in / Buy-out
  • Private Equity und Venture Capital

 
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